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Unser Informationsservice zum Thema
Nerven schmerzen werden auch als neuropa thische Schmerzen bezeichnet.
In Deutschland leiden rund 8 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Etwa ein Viertel davon sind von Nerven schmerzen betroffen.
Bei Nerven schmerzen liegt eine Funktionsstörung oder krankhafte Veränderung eines oder mehrerer peripherer (= nicht im Gehirn oder Rückenmark befindlicher) Nerven vor.
Nerven schmerzen
entstehen durch eine Art
Überempfindlichkeit der Nervenzelle. Dies führt dazu, dass schon beim geringstem
Anlass (zum Beispiel durch Berüh rung) eine Schmerzempfindung ausgelöst wird.
Häufig greift diese Überempfindlichkeit auch auf benachbarte Nerven über und
es entsteht ein größeres empfindliches Areal.
Bestehen diese krankhaften Nervenreize längerfristig, können sich auch Veränderungen im
Rückenmark ausbilden.
Ca. 40% aller Patienten in Schmerzambulanzen und Schmerzkliniken leiden unter Nerven schmerzen (Zenz 1987).
Nerven schmerzen können verschiedene Ursachen haben:
Metabol ische (= stoffwechselbedingte) Stör ungen oder Schäd igungen von efferenten (= vom Zentrum zur Oberfläche leitende) Nerven
Mechanisch schädigende Einwirkungen (Traumen) auf den Nerv
Nervenschäd igung oder -stör ung infolge einer Virusinfektion
Ner vendurchtrennung z.B. im Rahmen einer Amputat ion
Zen trale (= das Rückenmark / Gehirn betreffende) Stör ungen oder Schäd igungen
Mechanisch schädigende Einwirkungen (Traumen) auf den Nerv
Nachstehend werden entsprechend der aufgeführten Ursachen typische Krankheiten beschrieben und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
ad 1:
Metabolische (=
stoffwechselbedingte) Stör ungen
oder Schäd igungen verursachen die Nerven schmerzen
bei der Pol yneuropathie.
In der Praxis dominieren mit je einem Drittel der Fälle die alkohol ische
und die diabet ische Genese
(= Entstehung) (Neundörfer
1988). In unklaren Fällen ist vor allem an exotoxische
(= von außen zugeführte Gifte betreffend)
Ursachen durch Medikamente (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie
Gewerbegifte zu denken, daneben kommen endotoxische
(= Gifte die im Körper selbst entstehen)
(Porphyrie, Urämie) und evtl. infektiöse Ursachen (Borreliose, Ehrlichiose nach Zeckenbiß) in Frage.
Die Patienten klagen über brennen de Dauerschmerzen im
Versorgungsgebiet peripherer (= mehr
oberflächlicher) Nerven, Paräst
hesien (= Fehlempfindungen), Hyperäst hesien und Hyperpat
hien (= gesteigerte Berührungsempfindlichkeiten),
Druckschmerzhaftigkeit von Nerven und Mus
keln sowie evtl. über motorische (=
die Muskelfunktion betreffende)
Reizerscheinungen (Cram
pi) (Gerstenbrand et Rumpl
1988). Charakteristisch sind socken- bzw. handschuhförmige Sensibilitätsstörungen
(= Stör ungen der
Empfindlichkeit).
Die Behandlung dieser Nerven schmerzen erfolgt in erster Linie kausal, also der Ursache entsprechend: bei Diabetes mellitus Optimierung der Zuckereinstellung, bei Pol yneuropathie Verzicht auf „Nervengifte“ wie z.B. Alkohol.
Symptomatische (= auf die
Krankheitszeichen ausgerichtete)
Therapie:
Thioctsäure (alpha-Liponsäure) führt zu einer Reaktivierung
des Multienzymkomplexes und möglicherweise zur Bindung diabetischer Ketone.
Neurotrope Vitamine (=
„Nervenvitamine“): Die mehr oder
weniger hochdosierte Verabreichung neurotroper Vitamine ist bei Pol yneuropathien
allgemein üblich. Leider führt diese Therapiemaßnahme in den wenigsten Fällen zu
einer Verbesserung.
Gegen diese Nerven schmerzen
wirken am besten sog. Antiepileptika (=
eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Nerven schmerzen
hilfreich). Als erste Wahl gilt heute Gabapentin (Neurontin®), als
2. Wahl Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
Analgetika (=
Schmerzmittel):
Polyneuropathisch bedingte Nerven schmerzen
sind in der Regel durch Schmerzmittel
nur schwerlich günstig zu beeinflussen. Am ehesten ist noch ein Effekt von
zentral wirksamen Analgetika (=
Schmerzmittel die im Rückenmark / Gehirn wirken)
zu erwarten. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, ein sicher wirksames
Medikament zu empfehlen.
Eine Kombination aus Metamizol (z.B. Novalgin®) und
Chinin soll relativ zuverlässig schmerzlindernd sein. Ein Gemisch aus Uridin-
und Dinatriumsalze (Keltican®) kann versucht werden.
Wiederholte Nervenblockaden: Die wiederholte Blockierung (Betäubung) der korrespondierenden Nervenleitungen mit einem langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) hat sich bei Nerven schmerzen sehr bewährt. Dabei kommt es neben der (erwünschten) Hemmung der Schmerzreizleitung gleichzeitig zu einer Blockade vegetativer (sympathischer) Faseranteile, woraus eine sehr deutliche Mehrdurchblutung im korrespondierenden Gewebebereich resultiert, die jedem entzündlich/degenerativen Prozeß nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung z.B. bei Pol yneuropathie nicht nur symptomatisch, sondern fast schon kurativ (= auf die Ursache ausgerichtet).
ad 2:
Mechanische Schäd igung:
Nach einer Ner venverletzung kann es zu einer Kausalg ie,
neuerdings auch als CR PS
Typ II bezeichnet, kommen.
Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch qualvolle, glühend-brennende
Schmerzen der betroffenen Gliedmaße, auslösbar oder verstärkt schon durch
leiseste Berüh rung
((evtl. auch entfernter Körperstellen (Synästhesalgie)),
durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalgie), Wärme,
Affekte oder bloße Schmerzvorstellung (Sympsychalgie).
Meist bestehen ferner Stör
ungen der Durchblutung
und der Hauttrophik
(= Ernährungs-/Wachstumszustand der Haut).
Die Schmerzausbreitung ist unabhängig vom Innervationsgebiet
(= Versorgungsgebiet eines Nerven),
erfolgt evtl. auch auf die gegenseitige Gliedmaße (Alloparalgie). Im
chronifizierten Stadium sind wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des betroffenen Nervs mit einem langwirkenden
Betäubungsmittel hilfreich,
optimal sind kontinuierliche Blockaden mit Katheter
(= eingepflanztem dünnen Kunststoffschlauch).
Letztgenannte Maßnahme sollte aber nur stationär (Schmerzklinik) durchgeführt
werden.
ad 3:
Eine Ner venschädigung oder
-stör ung infolge einer Virusinfektion liegt
bei der sog. postzoster ischen
Neuralg ie
vor.
Vorausgegangen ist die Her pes zoste r -Erkrankung, eine neurodermale
(= Nerven und Haut betreffende)
Infektionskrankheit. Der Erreger ist der Her pes-Varizellen-Virus.
Der Name Zoste r kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gürtel“ entsprechend der
gürtelförmigen Hautausbreitung am Körperstamm. Aus diesem Grund wird die
Krankheit auch als Gür telrose
bezeichnet.
Der Her pes zoste r befällt
überwiegend die Nervensegmente der unteren Brustwir belsäule, seltener den
Gesichts- bzw. Kop fbereich (Zos
ter ophthal
micus,
Zos
ter o
t
icus).
Die Her pes zoste r -Erkrankung beginnt mit brennenden, juckenden Nerven schmerzen
im Bereich
der befallenen Nervensegmente und geht mit Sensibilitätsstörungen einher. Schon
die Berüh rung
der Haut im befallenen Bereich verursacht starke Nerven schmerzen
(eine sog. Al lodynie). Einige Tage später bilden sich Hauterscheinungen wie rote
Flecken, Pusteln und Papeln aus. Diese sog. Effloreszenzen heilen in der Regel
nach 2 - 4 Wochen ab und normalerweise verschwinden dann auch die Schmerzen
wieder.
Wenn die Nerven schmerzen
die Hauterscheinungen des Her pes zoste r überdauern, meistens nach 4-6 Wochen, dann ist die Krankheit in eine
pos tzosterische
Neuralg ie
(PZN) übergegangen.
Der Schmerzcharakter bei der postzosterischen Neuralg ie wird von den Patienten
uneinheitlich beschrieben: anhaltend tief drückend oder brennend, blitzartig
einschießend, stechend und brennend. Teilweise liegt auch eine Al lodynie
(= Schmerzauslösung durch an sich nicht
schmerzhafte Reize, z.B. Kleidung)
vor.
Die Behandlung ist schwierig und sollte deshalb dem erfahrenen Schmerztherapeuten überlassen werden. Dauerschmerzen, auch in Form von Nerven schmerzen, erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren:
ad 4:
Eine Nervendurchtrennung z.B. im Rahmen einer Amputat ion
(durch Operation
oder Unfall) kann zu Phantomschmer zen
(= Schmerzempfindung in einem Körperteil, der gar nicht mehr vorhanden ist)
führen. Diese Nerven schmerzen
treten meist unmittelbar nach der Amputation auf.
Wir sehen jedoch immer wieder Fälle, bei denen sich P hantomschmerzen erst nach
Jahren, in Ausnahmefällen sogar erst nach Jahrzehnten, einstellten.
Die Angaben
zu Schmerzperiodizität und Schmerzqualität lassen kein einheitliches Muster
erkennen. Bei der Abfrage der Schmerzqualität dominieren Begriffe wie
"brennend", "schneidend" und "wie eingeklemmt". Überwiegend wird ein
attackenförmiger Schmerzverlauf angegeben, wobei die Attacken minuten- bis
tagelang dauern können. Bei fast allen Patienten mit Phantomschmer zen
liegt eine
klimatische Schmerzmodulation (=
Änderung des Schmerzzustandes) vor.
Bei Amputat ionen im Bereich der
Be ine
stellen sich in der Regel später auch
behandlungsbedürftige Beschwerden an kontralateralen
(= gegenüberliegenden)
Gelen ken und an der
Wir belsäule ein, bedingt durch unphysiologische (= unnatürliche)
Dauerbelastungen.
Besonders bei anfallsartigen, einschießenden Nerven schmerzen
sollten
zur Behandlung Antikonvulsiva (z.B. Carbamazepin, Gabapentin)
(= Mittel gegen das Anfallsleiden, aber auch bei Nerven schmerzen
wirksam)
versucht werden. Hin und wieder ist auch ein Therapieversuch mit Baclofen
(z.B. Lioresal®) (= Mittel zur Muskelentspannung)
erfolgreich.
Unterstützend (selten als einzige Therapie ausreichend) haben sich
schmerzdistanzierende Antidepressiva
(= Mittel gegen Depressionen, aber auch bei Nerven schmerzen
hilfreich)
sehr bewährt. Wir bevorzugen Maprotilin (z.B. Ludiomil®) und Doxepin
(z.B. Aponal®).
Oftmals ist die
therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
in Form von häufig
wiederholten Nerven- und Leitungsbetäubungen sehr hilfreich.
ad 5:
Zent rale
(= das Rückenmark / Gehirn betreffende)
Stör ungen oder Schäd igungen sind Ursache für Nerven schmerzen
nach einer
Querschnit tslähmung und für den sog.
Thala musschmerz: Über den
Mechanismus der Schmerzentstehung nach einer Querschnit tslähmung
ist
wenig bekannt. Nach Thoden (1987) klagen 50% aller Patienten mit
verletzungsbedingten Querschnittsläsionen über störende Mißempfindungen
unterhalb der Verletzungsstelle. Immerhin 27% leiden unter Nerven schmerzen,
vorwiegend im Bereich der Be ine. Teilweise treten auch krampfartige, vis zerale
(= die Ein geweide betreffende)
Nerven schmerzen
im Ba uchrau m auf. Auch vom Verletzungssegment selbst können
Schmerzen ausgehen, die oft auf eine Instabilität zurückzuführen sind. Diese
Instabilität kann chirurgisch behoben werden.
Der Schmerzzustand nach einem
kompletten Querschnitt wird auch als Deafferenz ierungsschmerz
bezeichnet.
Zur
Behandlung von Nerven schmerzen
bei einer Parapleg ie
(= Lähmung der Bei ne) kann die
kontinuierliche peridurale (= rückenmarknahe) Blockade
mit Katheter (= dünner
Kunststoffschlauch) hilfreich sein.
Die Einpflanzung des Katheters muß jedoch oberhalb des geschädigten Segments
erfolgen.
Bei Tetrapleg ie
(= Lähmung
der Bei ne und Ar me) bedarf die
kontinuierliche Per iduralblockade oberhalb des geschädigten Segments wegen des
erhöhten Risikos einer strengen Indikationsstellung
(= Abwägung von Nutzen und Risiko).
Medikamentös können Carbamazepin oder Gabapentin (=
Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Nerven schmerzen
wirksam),
Baclofen und schmerzdistanzierende Antidepressiva sowie Neuroleptika
(= Mittel das auf die Psyche wirkt)
versucht werden. Gegen die unangenehme Spastik wirkt am besten Baclofen (z.B.
Lioresal®). Falls bei oraler (=
Tabletten-) Gabe die Nebenwirkungen
zu stark werden, kann die rückenmarknahe Verabreichung mittels eingepflanzter
Pumpe (oder Port) in Erwägung gezogen werden. Mittel der 2. Wahl ist Sirdalud.
Beim
Thala musschmerz handelt es sich um ein sog. zentrales
(= das Gehirn betreffendes)
Schmerzsynd rom, ausgelöst durch
Stör ungen oder Schäd igungen in
schmerzkontrollierenden Arealen des zentralen Nervensystems (Thalamus).
Hauptursache ist ein Schlaganfall (apoplekt ischer
Insul t). Die
betroffenen Patienten klagen in der Regel über heftige Nerven schmerzen
in der
herdgekreuzten Körperhälfte (Hem ialgesie). Die vorzugsweise brennenden
Dauerschmerzen können sich attackenartig verstärken. Teilweise liegt eine Al lodynie
(= Schmerzauslösung durch an
sich nicht schmerzhafte Reize) vor.
Fast regelmäßig besteht eine Hyperpat hie
(= verzögerte Reizantwort, die Schmerzen
halten über
Reizzeit hinaus an, bei insgesamt erhöhter Reizschwelle).
Bei der neurologischen Untersuchung
findet sich eine Hem iparese
(= Hal bseitenlähmung) mit
meist guter Rückbildungstendenz. Motorische (= die
Muskelkraft betreffende) Stör ungen (Chorea (= sog.
Veitstanz), Athetose (= Haltungs-, Tonus- u.
Bewegungsstörung)) kommen vor,
ebenso die sogenannte Tha lamushand
nach Poeck (die Finger sind im
Grundgelenk gebeugt und in den Interphalangealgelenken (=
Mittelgelenken) überstreckt, sie zeigen eine Bewegungsunruhe; die
Fehlstellung gleicht sich beim Auflegen der Han d auf eine feste Unterlage aus)
und eine meist gering ausgeprägte Ataxie (= funktionelle Stör ung der Bewegungsabläufe).
Der Nachweis der zugrunde liegenden
Stör ung oder Schäd igung
ist durch Computertomographie, Angiographie
(= Gefäßdarstellung mit Röntgenstrahlen)
und Kernspintomographie möglich.
Die Behandlung dieser Nerven schmerzen
ist selbst für den
erfahrenen Schmerztherapeuten eine große Herausforderung.
Medikamentös kann
Carbamazepin (z.B. Tegretal®) (= ein
Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Nerven schmerzen
wirksam)
in aufsteigender Dosierung bis zu 1500mg /Tag versucht werden (Swerdlow
1984). Gabapentin (Neurontin®) wirkt oft besser.
Phenytoin (z.B. Epanutin®) soll ebenfalls schmerzlindernd sein (Cantor
1972). Teilweise sahen wir auch mit Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= ein im Rückenmark / Gehirn wirkendes Mittel zur Muskelentspannung)
eine günstige Wirkung. Ansonsten bleibt oft nur die Verschreibung von
Opiaten.
Teilweise können aber mit der
therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
beachtliche Erfolge erzielt werden. Nach Austestung mittels diagnostischer Nervenblockaden (Betäubungen) werden im Extremitätenbereich
(= Arme und Beine)
wiederholte Plexus brachialis-, N. femoralis- und/oder Ischiadikusblockaden
durchgeführt, oft sind sie längerfristig nur in der kontinuierlichen Form mit
Katheter (= eingepflanztem dünnem Kunststoffschlauch)
erfolgreich.
Bei Mitbeteiligung des Gesichtes kommen wiederholte Blockaden der
betroffenen Trigeminusäste in Frage.
Angesichts eines "zentralen Schmerzes"
(= Schmerzen, die im Rückenmark / Gehirn
entstehen) erscheint die Durchführung
von Nervenblockaden zugegebenermaßen paradox. Wir haben jedoch festgestellt, daß
bei ca. 40-50% der betroffenen Patienten diese Therapie tatsächlich anspricht
und zu einer Schmerzlinderung führt. Möglicherweise wird durch die zentrale
Läsion (= Stör ung/Schädi gung)
teilweise ein peripheres (= mehr
oberflächliches) Schmerzsynd rom
herbeigeführt, vielleicht indem neurobiologische Mechanismen der Perzeption
(= Empfindung,Wahrnehmung) durch das
efferente sympathische System (=
weggeleitete Erregungen im unwillkürlichen Nervensystem)
mehr oder weniger ausgeprägt aktiviert werden. Für eine Beteiligung des
sympathischen Systems sprechen auch die Berichte von Loh et al. (1980)
und Nathan (1980), wonach Schmerzen in Ar me und Be ine nach einer Stör ung/Schäd igung des Zentralnervensystems
(= Rückenmark und Gehirn)
durch Sympath ikusblockaden beseitigt oder gelindert werden können. Da die
Nervenstämme ((besonders Pl exus brach ialis
(= Nervengeflecht des Armes)) auch
vegetative, sympath ische Fasern mit sich führen, kann eine solche Wirkung
postuliert werden.
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