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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
KNIEGELENKSCHMERZEN
Zunächst die gute Nachricht, auch für
Schmerzpatienten
Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben
seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen
Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation
und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst
aussuchen. Quelle:
Web-Seite der
Bundesregierung und
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als
Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.
Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von
Landessozialgerichten bestätigt
Kniegelenkschmerzen werden oft auch nur als Knieschmerzen bezeichnet.
Kniegelenkschmerzen können vielerlei Ursachen haben. Die häufigste Ursache
für chronische Kniegelenkschmerzen ist eine Arthrose, eine vorwiegend degenerative
(= abnutzungsbedingte)
Gelen kerkrankung, die (mit großen Schwankungen) erst mit zunehmendem
Alter auftritt.
Bei der sog. Ar throsis def ormans (Ar thropathia defor mans) bestehen chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde
Gelenkveränderungen infolge eines Mißverhältnisses von Tragfähigkeit und
Belastungen.
Betroffen sind vor allem das Hüft- und Kniegelen k (Coxart hrose
und Gonart hrose). Bei einer ausgeprägteren Schmerzhaftigkeit spricht
man dann von einer Coxa lgie
bzw. Gon a lgie.
Die Ausbildung einer
Arth rose und der damit verbundenen Kniegelenkschmerzen (chronische) kann durch mehrere Faktoren
begünstigt werden. So z.B. Überlastungen ( z.B. beim Fliesenleger),
Vorschädigungen infolge eines Unfalls oder auch eigenständige Gelen ksentzündungen (Arthri tis).
Relativ häufig sind Kniegelenkschmerzen
(Gona lgie) nach Sportverletzungen, meist infolge einer Schädigung
der Gelenkzwischenscheibe (Meniskus).
Auch die Patella (Kniescheibe) kann für
chronische Kniegelenkschmerzen ursächlich sein. Sie artikuliert (=
eine gelenkige Verbindung herstellen) im Knie gelen k mit dem distalen Femur
(= unterer Teil des Oberschenkelknochens). Folgende
Störungen können zu Kniegelenkschmerzen führen:
Chondropa thia patel lae (= Knorpelerweichung hinter der Kniescheibe)
Patellaluxation (= Kniescheibenverrenkung)
Tanzende Patella bei Kniegelenkerguß (= krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Gelen k)
Osteopathia patel lae (Patellaspitzennekrose (= Absterben von Knorpelgewebe))
Eher selten können auch Tumore zu Kniegelenkschmerzen führen, meist gehen diese von der Innenhaut der Gelenkkapsel (Membrana synovialis) oder von der Gelenkkapsel selbst aus. An gutartigen Tumoren kommen vor:
Lipome (= Fettgewebsgeschwulste),
Fibrome (= Bindegewebsgeschwulste) oder
Hämangiome (= Wucherungen von Blutgefäßen).
Bösartig ist das
maligne Synovialom.
Zu Kniegelenkschmerzen (chronische) kommt es auch bei
einer Gelen kentzündung (Gonarthritis) infolge einer
Systemerkrankung. I.d.R. sind dann aber mehrere Gelen ke betroffen. Als Ursache
dominieren rheumatische bzw. rheumatoide
(= rheumaähnliche)
Prozesse.
Im Jugendalter können Gelen k- bzw. Kniegelenkschmerzen im Rahmen einer
systemischen juvenilen chronischen Arthritis (Still Syndrom) auftreten,
eine meist symmetrisch verteilte Polyarthrit is
(= En tzündung in mehreren
Gelen ken).
Begleitende Krankheitszeichen sind Fieber, Milz- und Lebervergrößerung sowie
Lymphknotenschwellungen.
Bei oder nach Infektionskrankheiten (z.B. Masern,
Mumps, Röteln, Windpocken) kann es ebenfalls zu Gelen k- bzw. Kniegelenkschmerzen
kommen, sog. parain fektiöse
reaktive Art hritiden.
Behandlung
der
Kniegelenkschmerzen (chronische):
Grundsätzlich gilt, daß durch eine geeignete Diagnostik
(= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten)
versucht werden muß, eine für die geklagten Schmerz en ursächliche, spezifische
Erkrankung zu entdecken. Gelingt dies, so muß diese zunächst kausal
(= entsprechend der Krankheitsursache)
behandelt werden.
Dazu Beispiele: Werden die Kniegelenkschmerzen durch eine
Einklemmung des Meniskus (= Gelenkzwischenscheibe) verursacht,
oft mit einer Bewegungssperre einhergehend, so hilft meist nur ein operativer
Eingriff in Form einer Kniespiegelung. Sind die Kniegelenkschmerzen Folge eines
bereits weitgehend zerstörten Gelenkes, so kommt eigentlich nur die operative
Einpflanzung einer sog. Endoprothese in Frage.
Bei rheumatisch bedingten Kniegelenkschmerzen überläßt der Schmerztherapeut die medikamentös/ systemische
Grundbehandlung dem erfahrenen Rheumatologen.
Verbleiben nach einer
krankheitsspezifischen Behandlung dennoch Kniegelenkschmerzen, so eignen sich zur
Behandlung folgende Maßnahmen, wobei chronische
Schmerz en praktisch immer eine
Kombination von verschiedenen Therapieverfahren erfordern:
Medikamentöse Behandlung
der Kniegelenkschmerzen (chronische):
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika (z.B. Tramadol,
Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im
Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Grundsätzlich sollte aber auch bei Kniegelenkschmerzen eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Abhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen Schmerzen wirksam) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Betäubung
bzw. Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) bei Kniegelenkschmerzen (chronische):
Bei anhaltenden
Schmerzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr
wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die
therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden örtlichen
Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockaden. Dabei wird das schmerzhafte Kniegelen k wiederholt (stationär
bei uns zwei mal täglich) großzügig perikapsulär
(= um die Gelenkkapsel herum)
infiltriert. Das Kniegelen k kann auch mit "Zeel" umspritzt werden, was
manchen Patienten mit "homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt.
Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Nervenblockaden
(= Betäubungen)
des Nervus femoralis (= vorderer Oberschenkelnerv) in Frage, in hartnäckigen
Fällen auch kontinuierlich mit Katheter*.
Grundsätzlich wird dabei das
Lokalanästhetikum (= örtliche
Betäubungsmittel) jeweils so verdünnt
verabreicht, daß nur die Sensibilität
(= u.a. Schmerzempfindung) betroffen
ist, die Motorik (= Muskelfunktion)
aber erhalten bleibt und damit begleitend intensive, gelenkfunktionserhaltende
sowie funktionsfördernde krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind,
bzw. bei stärkeren Schmerz en durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
erst möglich werden.
Nervenblockaden haben darüber hinaus einen sehr günstigen
Nebeneffekt. Durch die gleichzeitige Blockade vegetativer Nervenfaseranteile
kommt es im korrespondierenden Gewebebereich zu einer sehr deutlichen
Mehrdurchblutung, die jedem entzündlich/ degenerativen Prozeß
nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung nicht nur
symptomatisch (= nicht nur auf den
Schmerz gerichtet), sondern fast
schon kurativ (= heilend).
*
Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne
Kunststoffschlauch vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt.
In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Physikalische Therapie
bei Kniegelenkschmerzen:
Auch eine Elektrostimulation kann bei Kniegelenkschmerzen eine Beschwerdelinderung
herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit
Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten
bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem Gelen k
aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße
kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist. Manche Patienten mit Kniegelenkschmerzen empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht)
als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls Kniegelenkschmerzen lindern.
Die
Verordnung von Massagen ist auch bei Kniegelenkschmerzen (chronische)
nicht sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu
unverzichtbar ist aber bei Gelen kschmerzen die heilgymnastische Therapie, da
meist nur diese geeignet ist, Gelenkfunktionen zu fördern bzw. zu erhalten.
Andere Therapiemaßnahmen
bei Kniegelenkschmerzen:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur zur Behandlung einer
chronischen Gon a lgie nicht unerwähnt bleiben. Auch eine Magnetfeldtherapie
kann hilfreich sein.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen der psychologischen
Schmerztherapie eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie. Bei Kniegelenkschmerzen (chronische) ist auch ein Schmerzbewältigung straining
sinnvoll.
Die Methoden der modernen
Schmerztherapie
bieten auch optimale Voraussetzungen für eine
Anschlußheilbehandlung
(AHB)
bzw.
Anschlußrehabilitation.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk
(einfach anklicken).
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir antworten prompt.
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Aktualisiert:>22.09.2009</>
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